|
Drei formal extrem reduzierte stereometrische Bauten umfassen einen markanten historistischen Bau neben der gotischen Überwasserkirche. Sie schaffen mit neuen Teilräumen und überraschenden Blickbeziehungen eine städtebauliche Textur, die die Kirche auf intelligente Weise mit dem städtischen Umfeld verbindet. Insbesondere die neu entstandene Gasse, die einen liegenden Neubaukörper von der Altbebauung trennt, eröffnet eine dramatische Sichtbeziehung zum Kirchturm, der so einen neuen, seine alte Bedeutung steigernden Auftritt in der Stadt erhält. Der komplexe Stadtbaustein respektiert und stärkt den historischen Kontext der alten Stadt und schafft zugleich eine Steigerung und Intensivierung der Bühne des öffentlichen Raumes: Städtebau als subtile Dramaturgie des Urbanen.
|